Tel: +43 664 3080010 oder
Tel: +43 4212 7288012

Zuchtphilosophie

Die Rasse Beef Shorthorn stammt ursprünglich aus England, aus der Gegend zwischen Durham und York. Im 18. Jahrhundert wurde die Durhamrasse von den Gebrüdern Colling  züchterisch bearbeitet. Diese Meister im Fache der Züchtung erzielten durch strengste Inzucht so gute Resultate, dass sie noch heute als „Zuchtkünstler“ in Fachkreisen bekannt sind. Aus vier auserwählten Kühen und einem auffällig stark vererbenden Bullen entstammt 1804 „Comet bred by Charles Colling“, der als Stammvater der Shorthornzucht gilt. Blutauffrischungen erfolgten bei Bedarf. Aus diesem Zuchtmaterial entwickelte sich eine bedeutende Fleischrinderzucht. Diese ursprüngliche Zuchtrichtung ist mittelrahmig, mit einem Gewicht von etwa 600 Kilogramm (Kühe) und 800 Kilogramm (Bullen), zudem gut bemuskelt mit einer frühreifen Entwicklung. Diese Genetik wurde nach Amerika und Deutschland exportiert. Im 19. Jahrhundert erfolgten auch Einkreuzungen in andere Rassen, wie z.B. bei den Charolais.

Wir bieten auf unserem Betrieb „FREEHILL“ ein breites Spektrum an Shorthorns an. Das perfekte, wirtschaftlich und großrahmige Beef Shorthorn, ein Garant für beste Muttereigenschaften und Futterverwertung, sowie die Fusion der schottischen  großrahmigen Typen mit den kanadischen fleischigen Typen.

Dem Zuchtideal entsprechend, welches wir als Züchter erstreben, durch kaufmännische Bestimmungen beeinflusst und je nach Erfordernis geändert, sollten…

…weibliche Tiere bei uns eine Kreuzbeinhöhe von idealerweise 150 bis 155 cm, bei einem Gewicht von mind. 800 bis 850 kg, erreichen.

…männliche Tiere schon in ihrer Gestalt und dem Erscheinungsbild den Herdenmittelpunkt, bei einem Gewicht von 1.200 bis 1.300 kg, bilden.


Beiderlei Zuchttiergeschlechte haben bei uns gleichen züchterischen Wert. Die maskuline Gattung kann sich hinzu mehrmals im Jahr fortpflanzen.

Als Basis unserer Zuchtherde „ FREEHILL“ dienen vier weibliche Importtiere der schottischen Farm „Chapelton“ von Donald Biggar. Dieser Zuchtbetrieb ist über Jahrzehnte in der Shorthornzucht richtungsweisend und auch ein äußerst erfolgreicher Teilnehmer bei Schauen.

Auf Grund dieser Wurzeln war es uns auch möglich Mitglied der Shorthorn Society  in UK zu werden, wo auch fast alle unsere Zuchttiere im Herdbuch registriert sind.

Die Vatertiere dieser Importkühe sind:

Chapelton Typhoon
Cavans Yankee
mit dem international bekannten Angus Züchter Oliver Behringer

Speziell die Töchter des gigantischen Bullen Cavans Yankee haben den von uns erwünschten Rahmen und geben diesen auch Jahr für Jahr an ihre Nachkommen weiter.

Söhne von Chapelton Typhoon, wie Breveheart, Duke, Ambrassador, Zodiac und Exemplar sind gekürte Champions in Perth. Covenanter erzielte einen Preis von  16.000 Pfund, und Dauphin stellte 2012 mit 15.000 gns einen neuen „Breed Record“ auf.

Ein Cavans Yankee Sohn, Chapelton Clansman, Reservesieger in Sterling 2011 wurde um 10.000 gns verkauft.

Die zweite Beschaffungslinie an weiblichen Zuchttieren war über Embryotransfer möglich. Hier wurde unser Betrieb von John Elliot und Gerald Turton mit exklusivem Zuchtmaterial versorgt.

Unsere weiblichen ET Tiere haben als Väter:

Belmore Patriach
Glenisla Zetor
Wolf Willow Major Leroy

Diese  ET Nachkommen stammen aus den allerbesten kanadischen und australischen Linien und ergänzen sich mit unseren schottischen Linien perfekt.

Durch die besondere Frühreife dieser Rasse haben wir das Erstkalbealter auf 24 bis 28 Monate herabgesetzt. Die Erfahrung zeigt es, dass Tiere mit viel Potential sich in ihrer Entwicklung durch die frühe Belegung nicht beeinflussen lassen und trotzdem ein großes Format erzielen.

Diese selektierten weiblichen Tiere sind unser Zuchtziel, da sie ihre Leistungsstärke an ihre Nachkommen weiter geben. Dies ist zugegeben ein sehr strenges Selektionsverfahren, welches nicht alle weiblichen Tiere bestehen. Wegen ihrer genetisch verankerten Leichtkalbigkeit und des qualitativ hochwertigen Fleisches sind Beef Shorthornbullen auch sehr gut für die Kreuzungszucht geeignet.


Anfänglich erfolgte die Besamung unserer Färsen ausschließlich künstlich. Wir haben einen hofeigenen Samencontainer, gefüllt mit qualitativ hochwertigster Genetik. So werden zum Beispiel zur Belegung die Samenbullen Chapelton Typhoon, Chapelton Wildfire, Elliot Bodacious, Creaga Dice, Ingleton C 111, Cairnsmore Thrasher, Podehole Beefeather und Meonhill Firefox verwendet.

Wir sind immer auf der Suche nach interessanter Genetik. Regelmäßig werden mittels weltweiter Privatimporten Samenportionen angeschaffen.

Im Natursprung verwenden wir vorerst ausschließlich Bullen aus unseren eigenen ET Nachzuchten. Den Anfang macht ein von uns mit viel Individualpotenz gezogener CCS Shoshone Sohn, „Freehill Dynamite“ welcher die von uns gewünschte Bemuskelung an alle Nachkommen vererbt.

Freehill Juco, Sohn von Freehill Dynamite

Weitere männliche Genetik wird von uns demnächst erwartet, wieder aus ET Transfer. Wir gehen davon aus, dass auch Bullen mit sensationeller kanadischer Genetik dabei sind.

Bei den Beef Shorthorns (Kurzhorn) ist die Zucht auf Hornlosigkeit ein großes Thema. Schon beim Herdenmanagement ist es praktisch, da z.B. die Fütterung in ganz normalen Ställen mit Futtertischen und Absperrgitter erfolgen kann. Die Verletzungsgefahr der Tiere und des Menschen durch die Hörner ist somit nicht gegeben.

Als Deckbullen verwenden wir bevorzugt PP=homozygot (reinerbig) hornlos, Pp=heterozygot (mischerbig) hornlos, P=Phänotypisch sauber hornlos.

93% unserer Muttertiere sind genetisch hornlos.

Der „Züchter von Gottes Gnaden“ ist sich des Dranges wohl bewusst; mit sicherer Hand greift er nach dem Materiale, das ihn zum Ziele führt. Leistung und Vererbung sieht er vereint im „Blute“ und „Blut ist ein ganz besonderer Saft“.

 
(Goethe)